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RSSPrint

Eine besondere Andacht

Einladung zum Meditativen Sonntagmorgen

Am Eingang ein freundlicher Empfang und die Bitte, meinen Namen mit Kontaktdaten für die Liste der Besucher zu nennen. Daneben der Spender mit Desinfektionsmittel. Mit meinem Mund-Nase-Schutz gehe ich durch die offene Kirchentür. Bei den Gesangbüchern liegen Gottesdienst-Blätter. Ich trete in den Kirchraum ein. Die Stühle stehen auf Abstand – komisch, aber auch beruhigend. Ich kann hier sein, ohne Sorge mich anzustecken. Ich suche mir einen Platz, wo ich den Altar gut sehen kann. Der große Kerzenständer steht jetzt in der Mitte, direkt davor. Die bunte Osterkerze leuchtet, die Kerzen auf dem Altar und die Blumen schmücken den Raum. Ich habe Zeit, mich umzusehen, die anderen wahrzunehmen, den lichterfüllten Raum auf mich wirken zu lassen. Die Glocken rufen in die Kirche. Von draußen kommen Stimmen, Menschen begrüßen sich, treten ein, werden still.

Stille – langsam fällt von mir ab, was ich mitbringe aus der vergangenen Woche, aus dem Morgen heute. Kinderstimmen vom Spielplatz sind zu hören. Von draußen merkt man nicht, dass hier ein besonderer Ort ist. Ein Ort so licht und hell und doch geborgen, geschützt. Auf einmal kann ich meinen Gedanken zuhören, komme zur Ruhe. Ob Gott mir auch zuhört? Die Welt draußen ist nicht weg. Mit ihren Geräuschen dringt sie an mein Ohr, aber hier habe ich Abstand – komme zu mir – komme zu Gott?

Da, Orgeltöne erklingen. Die Kantorin Jin Woogt spielt. Ich kenne das Stück nicht, aber die Musik nimmt mich mit auf meine Reise. Inzwischen sind einige Plätze mehr besetzt – alle tragen ihre Masken – ein ungewohnter Anblick.

Wir werden begrüßt, eingeladen uns wahrzunehmen, uns umzuschauen und – für einen Moment – die Masken abzunehmen. Wir lächeln uns zu, sehen mit wem wir zusammen sind. Hören und beten gemeinsam. Dann das Evangelium mit einer einleitenden Frage, einem Gedanken.. Ich höre aufmerksam zu. Danach wieder Stille. Ich denke dem Text nach – finde Anknüpfungspunkte in meinem Leben.

Und nun sind wir eingeladen zur Fürbitte – können unser Gebet laut oder leise mit einer Kerze vor Gott bringen. Manche Bitten sind ganz persönlich, nehmen mich hinein in die Freude oder auch den Schmerz, den ein anderer trägt – öffnen uns füreinander und ich bitte Gott mit den Betenden. Am Ende leuchten viele Kerzen am Kerzenleuchter. Alle Bitten, die stummen und die ausgesprochenen, nehmen wir mit hinein in das Vaterunser, in dem wir uns verbinden.

Die Musik bringt zum Klingen, was ich erlebt habe an diesem Morgen, geleitet meine Gedanken aus der Kirche. Gestärkt mit dem Segen trete ich in den Tag, kann noch mit der einen oder dem anderen einen Gruß wechseln, erzählen und hören. Und mache mich dann auf meinen Weg.

Regeln zum Schutz vor Ansteckung

Bitte beachten Sie die besonderen Hygieneregeln.

Seit 31. Mai 2020 darf in der Kirche nicht gesungen werden. Die aktuelle Bestuhlung [10.08.2020] hält 39 Stühle für Gottesdienstbesucher:innen bereit. Die Stühle stehen einzeln, manchmal auch zu zweit für Menschen aus einem Haushalt - mit Abstand von mind. 2m zu den anderen Stühlen und mit 4m zum Altar.

Beachten Sie bitte die Anwesenheitsliste: Um Infektionswege nachzuvollziehen, sind die Kontaktdaten von Teilnehmenden an Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen aufzunehmen. Am Schnellsten geht es, wenn Sie einen vorbereiteten Zettel mit Name, Anschrift und Telefonnummer mitbringen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mehr Informationen ...

Sollten sich diese Regelungen ändern, berichten wir hier. Schauen Sie deshalb ruhig öfter vorbei. Vielen Dank!

Letzte Änderung am: 14.09.2020