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RSSPrint

Post aus der Patmos-Gemeinde

In eigener Sache

Donnerstag, 11. Juni 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesem Brief verabschiede ich mich für die nächsten drei Monate von Ihnen. Vom 15.6. – 15.9.2020 werde ich in einer Studienzeit zum Thema „Digitale Verkündigung“ sein und nicht in der Gemeinde.

Im Lockdown haben wir neue Wege gesucht, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben und haben Sie zu Gottesdiensten zum "Zuhause-Feiern" auch online eingeladen. Nun sind persönliche Begegnungen und Gottesdienstfeiern – wenn auch mit Einschränkungen – wieder vor Ort möglich. Dennoch freue ich mich doch darauf, den neu begonnenen Weg weiter zu verfolgen und Neues im digitalen Bereich auszuprobieren.

Dafür bin ich von der Landeskirche für drei Monate vom Gemeindedienst beurlaubt worden. Die Vertretung für Gottesdienste und Seelsorge übernehmen die Kolleg:innen im Sprengel. Sie erreichen Sie über die Küsterei.

Ihnen wünsche ich eine gesegnete und unbeschwerte Sommerzeit und freue mich auf unser Wiedersehen im September!

Herzliche Grüße
Ihre Gabriele Wuttig-Perkowski

Donnerstag, 30. April 2020

Liebe Freundinnen und Freunde von Patmos,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

keine Kinder auf dem Spielplatz vor meinem Fenster. Das kam in der letzten Zeit selten vor. Immer war mindestens eine Familie im Gemeindegarten, eine andere wartete mit ihren Kindern, dass der Spielplatz endlich frei würde. Viele schöne Kreidebilder sind auf unserem Weg vor der Kirche entstanden. Nun sind die Lockerungen zu spüren. Eltern und Kinder können wieder die Spielplätze in den Parks besuchen. Auch für die Kirche gibt es Neuigkeiten. Ab 4. Mai dürfen wieder Gottesdienste unter strengen Auflagen gefeiert werden. Der erste Gottesdienst bei uns ist am 10. Mai um 11 Uhr. Wir treffen uns draußen im Gemeindegarten - mit genügend Abstand zueinander, um Gott zu loben und zu danken. Für heute grüße ich Sie mit dem Podcast - Gottesdienst für den Sonntag Jubilate und wünsche Ihnen Freude!

Herzliche Grüße
Ihre Gabriele Wuttig-Perkowski

Donnerstag, 16. April 2020

Liebe Freundinnen und Freunde von Patmos,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

nun sind wir seit einem Monat ohne Gottesdienste in der Kirche. Das ist schwer. Vieles hat sich inzwischen eingespielt, manches haben wir ausprobiert und auch neue Möglichkeiten entdeckt. Ostern konnten wir uns auf der Wiese am Glockenturm mit Distanz treffen. Neue Formen des Gottesdienstes und der Gemeinschaft. Und doch fehlt der Austausch, das Gespräch miteinander. Wann wir uns wieder persönlich begegnen dürfen, bleibt trotz einiger Lockerungen des Kontaktverbotes offen. Jetzt wollen wir auf unserer Internetseite die Möglichkeit schaffen, persönliche Erlebnisse, Fragen und Gedanken öffentlich zu notieren - wie an einem Schwarzen Brett, das von anderen gelesen und auch kommentiert werden kann. Wir achten darauf, dass keine verletzenden Kommentare veröffentlicht werden. So versuchen wir ein kleines Forum für den Austausch in der Gemeinde zu schaffen. Wir freuen uns darauf, wenn Sie sich mit Ihren Gedanken oder Ideen daran beteiligen.

Herzliche Grüße
Ihre Gabriele Wuttig-Perkowski

Gründonnerstag, 9. April 2020

Liebe Freundinnen und Freunde von Patmos,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

Gottesdienst feiern in Zeiten von Corona bleibt eine ungewohnte Herausforderung. Mit den Gemeinden Martin-Luther und Matthäus haben wir uns verabredet, die Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostern mit verschiedenen Angeboten zu feiern.

In Patmos können Sie zwei Angebote für Ostern entdecken:

 

Für den Generationen-Gottesdienst:

Suchen Sie sich allein oder mit Ihren Kindern einen schönen Ort aus und machen Sie es sich gemütlich. Um die besondere Zeit vom „normalen“ gemeinsamen Spielen und Erzählen zu unterscheiden, können Sie den Ort gestalten: Legen Sie Kissen aus, auf denen Sie sitzen möchten. Bereiten Sie einen „Altar“ auf einem Tisch, einer Kiste oder einem Tuch auf dem Fußboden vor. Schmücken Sie den Tisch mit Blumen. Stellen Sie eine brennende Kerze dazu. Das Licht erinnert, dass Gott unser Licht ist und bei dieser Feier dabei ist. Legen Sie eine Bibel dazu. Darin stehen all die Geschichten von Gott und den Menschen. Wir können sie erzählen und hören. Stellen Sie ein Kreuz dazu als Zeichen, dass Gott zu uns in die Welt gekommen ist und den Tod besiegt hat. Aus Steinen könnt Sie eine Grabhöhle bauen. Stellen Sie dafür ein Teelicht bereit.

(Es können echte Blumen oder welche aus Lego sein. Das Kreuz kann aus Löffeln oder Bauklötzen gelegt werden, wenn gerade kein Kreuz zur Hand ist. Alles ist erlaubt. Die Kinder werden schon etwas Passendes finden. Bei der Kerze natürlich die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachten!)

Im Generationen-Gottesdienst wird das Evangelium als Ostergeschichte erzählt. Für die Kinder kann die Geschichte mit Hilfe von Bausteinen oder Figuren dargestellt werden. Erwachsene können auch eine erzählende Predigt lesen oder hören.

Wenn Sie mögen, können Sie ab 11 Uhr auf die Wiese am Glockenturm in Patmos kommen. Die Glocken läuten und kündigen eine „himmlische Überraschung“ an. Zwei Bläserinnen begleiten uns beim Singen von Osterliedern.

 

Ich wünsche viel Freude beim „Liturgischen Spaziergang“ oder beim Ostergottesdienst.

Frohe Ostern und herzliche Grüße
Bleiben Sie behütet!
Gabriele Wuttig-Perkowski

Sonnabend, 4. April 2020

Liebe Freundinnen und Freunde von Patmos,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

am Sonntag feiern wir Palmsonntag.

Das Fest, wo Jesus unter dem Jubel seiner Anhänger auf einem Esel in Jerusalem einzieht. Es ist der Auftakt zur Woche vor dem Osterfest, die in diesem Jahr ganz anders ist, als sonst. Kein schön gedeckter Tisch in der Kirche für die Tischabendmahlsfeier am Gründonnerstag, kein leerer Altar am Karfreitag in der stillen Kirche kein Osterfrühstück mit festlichem Gottesdienst am Ostersonntag.

Vieles ist anders in diesem Jahr. Vielleicht bringt uns diese ungewöhnliche Zeit dem Erleben der Jünger und Jüngerinnen näher?

Die Spannung, was geschehen wird, dort in Jerusalem, wenn Jesus für alle erkennbar wird? Was erwartet uns in den nächsten Tagen und Wochen? Wie lange wird es dauern, bis wir wieder unser ganz normales Leben führen können? Und dazwischen erleben wir Alltag - müssen ganz alltägliche Konflikte aushalten oder besser noch lösen - wenn auch unter erschwerten Bedingungen.

Aus der Ferne begleiten wir Sie mit unseren Gedanken und Gebeten und mit verschiedenen Angeboten die Osterzeit mit liturgischen Spaziergängen und Gottesdienstfeiern für Zuhause.

Für den Palmsonntag finden Sie einen Gottesdienst als Podcast.

Ich wünsche Ihnen viel Freude damit!
Bleiben Sie behütet!
Herzliche Grüße Ihre Gabriele Wuttig-Perkowski

Freitag, 20.03.2020

Liebe Freundinnen und Freunde der Patmos-Gemeinde,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

in diesen Tagen sind wir alle herausgefordert. In der Gemeinde wurden die Veranstaltungen abgesagt. Im privaten Bereich bedrängt mich die Frage: Was kommt in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zu? Erst langsam sickert ins Bewusstsein, wie grundlegend Vertrautes sich ändern muss. Es betrifft das eigene und das öffentliche Leben.

„Was sagt Gott zu dem Ganzen?“, fragte mich letzte Woche eine Jugendliche. Vielleicht ist im Rückblick eine Deutung des Geschehens möglich, aber da wäre ich vorsichtig. Zu groß ist das Leid Einzelner, als dass ihm nachträglich ein Sinn zugesprochen werden könnte. Die Bibel erzählt in einigen Geschichten vom Leiden der Menschen, für das wir keine Erklärung haben. Das Buch Hiob ist nur ein Beispiel.

Die Geschichten der Bibel erzählen allerdings davon, wie Gott Menschen in schweren Tagen begleitet, für sie da ist in den dunklen Tälern des Lebens, und wie er uns den Tisch im Angesicht der Feinde deckt (Psalm 23). Und sie erinnert an unsere Aufgabe als Menschen, die auf Gott vertrauen: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18). So antwortet der Schriftgelehrte auf die Frage Jesu, was im Gesetz steht über das Leben im Vertrauen auf Gott. (Lukas 10, 27)

Wie Nächstenliebe mit Distanz möglich ist, lernen wir gerade von Tag zu Tag. In der Gemeinde bieten Menschen an, Einkäufe zu erledigen für die, die nicht mehr raus können. Wer hier Bedarf hat, kann uns gern anrufen oder eine E-Mail schreiben. Für Sonntag hat Pfr. i. R. Christian Moest zu einem „Gottesdienst zu Hause“ eingeladen. Sie finden ihn auf unserer Webseite. An jedem Wochentag können Sie um 12 Uhr gemeinsam mit Bischof Stäblein beten. Wie wir Sie als Gemeinde in den Wochen der Passions- und Osterzeit begleiten, veröffentlichen wir jeweils aktuell auf unserer Webseite.

Und noch etwas ist uns wichtig in dieser Zeit, in der viele Menschen Sorgen haben. Die Not der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln und an den Außengrenzen der Europäischen Union. Der Gemeindekirchenrat hat einen Appell an Innenminister Seehofer gerichtet, unbegleitete Kinder und Jugendliche und Familien aufzunehmen, um ihnen Zukunft und Leben zu ermöglichen, gerade auch in der gegenwärtigen Situation.

Wir denken an Sie – kommen Sie gut durch diese Tage und bleiben Sie behütet!

Ihre Gabriele Wuttig-Perkowski

Letzte Änderung am: 12.06.2020