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Bischof Christian Stäblein

Wir sind da lautet das Credo ... Im Internet. Am Telefon. Im Radio. Bischof Stäblein lädt uns ein, im Livestream gemeinsam zu beten und er wendet sich mit Briefen und weiteren Meldungen an uns. Sie erhalten hier die Beiträge des Bischofs zur Kenntnis, die in unserer Gemeinde ankommen.

Das "Wort des Bischofs" auf der Synodentagung

Bischof Christian Stäblein bei der digitalen Synode. Foto: Matthias Kauffmann / EKBO
[22.10.2020] Auf der ersten digitalen Kirchenparlamentssitzung, die mit rund 100 Synodalen der EKBO zwei Tage ausschließlich online getagt haben, sprach auch Bischof Stäblein sein Wort zur Herbtsynode.

12./13. Tagung der Vierten Landessynode :: 22. Oktober 2020

Verehrte Präses, liebes Präsidium, hohe Synode, liebe Schwestern und Brüder,

Anfang des Monats in Jüterbog, Liebfrauenkirche, Erntedanktag. Sieben junge Menschen stehen im großen Altarraum im Halbkreis, alle ordentlich mit Abstand, wie es sich gehört in dieser Zeit. Marie-Helene, Lukas, Roman, Jette, Zara, Marlene und Hanna sind da, weil sie sich konfirmieren lassen. Es ist eine fröhliche Konfirmation, bei der tollen Dialogpredigt von Pfarrer und Theologiestudentin wird viel gelacht, Zuversicht scheint durch die Gesichter. Irgendwie fällt Gottes Licht auf sie und uns. Konfirmation. Sie sagen „ja“, bekräftigen, was in ihrer Taufe von anderen, von Gott immer schon zugesagt ist.

1. KONFIRMATION

Konfirmation in Zeiten von Corona ist für mich ein Sinnbild für das, worum es dieser Tage für uns alle geht. Und das nicht als erstes, weil verständlich und richtig so viele Konfirmationen im ersten Halbjahr verschoben werden mussten. Das gehört zur hohen Flexibilität unserer Gemeinden, sie stellen sich im Moment permanent auf wechselnde Herausforderungen ein. Konfirmation scheint mir ein Sinnbild, weil sich etwas in ihr ausdrückt, was wir, was unsere Gesellschaft in diesen Tagen braucht und was wir Christinnen und Christen in besonderer Weise einbringen können: Festigkeit, Beharrlichkeit, Wissen um den Grund, auf dem wir stehen, den wir uns nicht selbst machen können.

Festigkeit im Vertrauen auf die Zusage, die uns gesagt ist: Gott begleitet mein, dein Leben. Es ist nicht versprochen, dass alles gut und glücklich ist in meinem Leben, aber dass Gott es begleitet, in guten wie in schweren, in gesunden wie in Tagen der Krankheit, das ist die Kraft, aus der wir schöpfen. Konfirmation: manchmal denke ich, wir bräuchten dieser Tage so eine gemeinsame Konfirmation, Festigkeit aus Vertrauen und Gelassenheit, wenn vor lauter Angst und Sorge der Ton um uns herum und oft genug auch in uns selbst ruppiger wird. Immer mehr scheint die Geduld zu schwinden und zwischen Leichtsinn und Übersorge Gemüt und manchmal sogar Verstand sich zu verlieren. Gelassenheit, Zutrauen und Vertrauen, dass Gott da ist, fast möchte ich meinen: kollektive Konfirmation – das ist es, woraus wir schöpfen und was wir in dieser Gesellschaft stark machen können .

Sie können hier online weiterlesen oder sich hier den Brief herunterladen.

Bischof Stäblein zur Flüchtlingskrise

Flüchtlingslager Moria/Lesbos © Diakonie Katastophenhilfe
[Berlin, 30. März 2020] Bischof Christian Stäblein zeigt sich erschüttert über die Zustände im Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos, gerade angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus.

Bischof Stäblein: Ich hoffe, dass minderjährige Flüchtlinge aus Griechenland bis Ostern ausgeflogen werden

„Die Geflüchteten haben im Camp keine Möglichkeit, Abstand voneinander zu halten. Die hygienischen Bedingungen sind unzureichend, es gibt kaum medizinische Versorgung. Weder ist es so möglich, Infektionen zu verhindern, noch kann unter diesen Bedingungen nach einem Ausbruch der Krankheit Leben geschützt und gerettet werden.“ Das Flüchtlingscamp Moria ist für 3.000 Menschen ausgerichtet, momentan leben hier mehr als 20.000 Geflüchtete unter menschenunwürdigen Bedingungen. „Wenn das Camp nicht schnell evakuiert wird, passiert hier eine humanitäre Katastrophe“, so Bischof Stäblein.

Bischof Christian Stäblein begrüßt es, dass die Bundesregierung sich gemeinsam mit anderen EU-Staaten bereit erklärt hat, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und kranke Kinder mit ihren Familien aus den überfüllten Camps in Griechenland zu evakuieren und appelliert daran, keine Zeit mehr zu verlieren. „Ich hoffe sehr, dass Kinder und Jugendliche bis Ostern ausgeflogen und in Sicherheit gebracht werden“, sagt Bischof Christian Stäblein. „Es wäre ein Zeichen, dass wir auch in Krisenzeiten die Schwächsten schützen. Ostern ist ein Fest, an dem sichtbar und greifbar wird: Gott will das Leben!“

Der Patmos-Gemeindekirchenrat hat in seiner Sitzung am 9. März 2020 mit einem Brief an Innenminister Seehofer bereits appelliert, dieses Thema nicht zu vergessen.

Aufruf zum täglichen Mittagsgebet

Bischof Christian Stäblein
[Berlin, 19. März 2020] Jeden Mittag um 12 Uhr wird Bischof Stäblein nun innehalten und im Gebet zu Gott für all die bitten, die sich sorgen, die krank sind und Kranke pflegen. Das Gebet schließt mit einem Vaterunser und dem Segen.

„Ich lade Sie ein, mit in dieses Gebet zu gehen, wo immer Sie sind“, so Bischof Stäblein. So entfalte das Gebet Kraft und wir könnten beieinander sein, auch wenn wir Abstand halten müssen.

Die Information von Bischof Stäblein vom 19. März 2020 liegt ebenfalls für Sie bereit (PDF 128 kB)

Das Mittagsgebet mit dem Bischof können Sie jeweils um 12 Uhr hier erleben.

Bischof Stäblein möchte Mut machen

Symbolbild Beten :: pixabay reenablack
[Berlin, 18. März 2020] "Für mich ist das Beten Hilfe und Kraftort. Hier kann ich meine Sorgen vor Gott bringen. Hier kann ich aussprechen, was mich bewegt an Zweifeln, Fragen, Ängsten, an Dank und Liebe. Es ist der Ort, der ohne physische Berührung mein Herz berührt. Beten ist für mich der Pulsschlag des Glaubens, gerade jetzt."

In seinem Brief möchte Bischof Christian Stäblein Mut machen. Sein Kredo entspricht dem, was die Kirche unter anderem mit einem Hashtag bei Twitter auf den Punkt bringt: Wir sind da. Im Internet. Am Telefon. Im Radio. Er lädt uns ein, täglich um 12 Uhr im Livestream gemeinsam zu beten.

Das Wort des Bischofs vom 18. März 2020 liegt bereit für Sie (PDF 19 kB).

Letzte Änderung am: 26.10.2020