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Gebete zu jedem Anlass

Beten ist jederzeit möglich – in Gemeinschaft oder allein, zu unterschiedlichen Anlässen und in vielen Formen. Seit Ende Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Für die Friedensgebete gibt es eine eigene Seite.
[02.03.2022] Als Einleger für die Gottesdienstabläufe gedacht | EKBO

Du hast Gedanken des Friedens.
So sagt es die Bibel.
Aber jetzt ist Krieg.
In der Ukraine. Von Russland angegriffen.
Und wir haben Angst.
Wo gibt es Halt?

Wir kommen zu dir und bitten dich, Gott:
Pflanz deine Gedanken des Friedens ein
in die Köpfe der Mächtigen.
In die Herzen derer, die weiter um Frieden verhandeln.
Steh denen bei, die in Angst vor Bomben leben
und ihre Toten beklagen.
Gib Hoffnung und Zukunft.
Und klaren Verstand.
Damit die Waffen wieder schweigen.
Damit Friede sich ausbreitet.
Dort in der Ukraine.
Und hier bei uns.
Öffne unsere Herzen und Hände für Hilfe, die Not lindert.
Amen.

[24.02.2022] Wir beten um Frieden in der Ukraine, in Europa. Der Angriff Russlands auf die Ukraine erschüttert uns in unseren Grundfesten. Wir sind in Gedanken und Gebet bei den Menschen, die nun die Auswirkungen des Krieges hautnah erleben. [Quelle]

Gott,
wie zerbrechlich unsere Sicherheiten sind,
wie gefährdet unsere Ordnungen,
das erleben wir in diesen Tagen.

Wer sieht uns mit unserer Hilflosigkeit und Angst?

Wütend und fassungslos erleben wir,
wie Machthaber die Freiheit und das Leben vieler Menschen gefährden.
Wie am Rand Europas ein Krieg beginnt.
Was geschieht als Nächstes?
Welchen Informationen können wir trauen?
Was könnten wir tun, das helfen oder etwas bewegen würde?

Sieh du die Not.
Sieh unsere Angst.

Wie so viele suchen wir Zuflucht bei dir und Schutz,
innere Ruhe und einen Grund für unsere Hoffnung.
Wir bringen dir unsere Sorgen.
Wir bitten dich für die, die um ihr Leben fürchten,
und für die, die sich beharrlich für friedliche Lösungen einsetzen.

Höre, Gott, was wir dir in der Stille sagen: …

Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten.
Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten
– für uns und für das Leben und für die Freiheit
und gegen den Terror der Diktatoren, –
denn du, unser Gott, alleine.
Halleluja, Kyrie eleison. Herr Gott, erbarme Dich!

Amen.

25.07.2021 | Wochengebet zum 8. Sonntag nach Trinitatis

Ewiger Gott,
Wasserfluten haben uns heimgesucht,
Ortschaften in unserem Land zerstört
und in benachbarten Ländern,
Menschen die Lebensgrundlagen geraubt,
Menschen, Tieren und Pflanzen das Leben genommen.
Immer noch erschüttert stehen wir da
und bringen vor dich unsere Klage,
unsere Verstörung und unsere Gedanken an die Opfer.

Und wir bitten dich:
Sende uns deine Friedenstaube, die Hoffnungsbotin,
und zeichne deinen Regenbogen in den Himmel
als Zeichen deines Bundes mit allem Leben,
dass du die Erde nicht verfluchen willst um der Menschen willen,
dass nicht aufhören soll
Saat und Ernte, Frost und Hitze,
Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Wasserfluten haben uns heimgesucht,
in anderen Weltgegenden wüten Hitzestürme.

Vor dir fragen wir uns, was all das bedeutet,
was wir dazu beigetragen haben und was wir ändern müssen.
Wir wissen: Alles ist uns erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.
Alles ist uns erlaubt, aber nichts soll Macht haben über uns.
Schenke uns deinen Geist, Gott des Lebens,
lass uns Einsicht nehmen und Mut fassen,
begleite uns auf dem harten Weg, der vor uns liegt.
Du bist unser Licht.

Amen Quelle

15.07.2021 | Anlässlich der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Belgien

Barmherziger Gott,
wir sind bestürzt und erschrocken.
Gewaltige Wasserfluten haben Menschen
in den Tod gerissen.
Dutzende sind ertrunken
und niemand konnte sie retten.
Wasser und Schlamm haben
Häuser, Straßen und Brücken zerstört.
Die Hoffnung liegt am Boden.
Die Hilfskräfte sind erschöpft.
Die politisch Verantwortlichen können nicht antworten.
Du bist der Gott des Lebens.
Du liebst deine Schöpfung.
Wir bitten dich um Rettung für die Verletzten,
um Hilfe für die, denen alles genommen wurde,
um Hoffnung für die Verzweifelten,
um neuen Atem für die Hilfskräfte.
Wir bitten dich um den Mut zur Umkehr.
Steh deiner geschundenen Schöpfung bei.
Heile ihre Wunden.
Im Vertrauen auf Jesus Christus bitten wir:
Erbarme dich, du Gott des Lebens.
Amen. [➤ Quelle]

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Glaubensbekenntnis nach Dietrich Bonhoeffer

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube,
dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist,
mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum* ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.
Amen

*Schicksal

Dietrich Bonhoeffer (1943)

Glaubenslied nach Gerhard Bauer

Wir glauben Gott ist in der Welt, der Leben gibt und Treue hält,
Gott fügt das All und trägt die Zeit, Erbarmen bis in Ewigkeit.

Wir glauben: Gott hat ihn erwählt, den Juden Jesus für die Welt.
Der schrie am Kreuz nach seinem Gott, der sich verbirgt in Not und Tod.

Wir glauben: Gottes Schöpfermacht hat Leben neu ans Licht gebracht,
denn alles, was der Glaube sieht, spricht seine Sprache, singt sein Lied.

Wir glauben: Gott wirkt durch den Geist. Was Jesu Taufe uns verheißt:
Umkehr aus der verwirkten Zeit und Trachten nach Gerechtigkeit.

Wir glauben: Gott ruft durch die Schrift, das Wort, das unser Leben trifft.
Das Abendmahl mit Brot und Wein lädt Hungrige zur Hoffnung ein.

Wenn unser Leben Antwort gibt darauf, dass Gott die Welt geliebt,
wächst Gottes Volk in dieser Zeit, Erbarmen bis in Ewigkeit.

Amen.

Text: Gerhard Bauer 1985.
Musik: Christian Lahusen (vor 1945) 1948 ("Wir glauben Gott im höchsten Thron"; EG 184).

Vater unser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

Matthäus 6,9-13

Es ist das meistgesprochene Gebet des Christentums und verbindet Menschen weltweit: das Vaterunser. Katholisch.de hat Versionen des Gebets in verschiedenen Sprachen gesammelt.

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In vielen Religionen wird zu Gott gebetet, das verbindet sie.

Man kann auf verschiedene Weisen beten. Es gibt zum Beispiel ein freies Gebet, in dem man vor Gott sein Herz ausschüttet. Auch kann man für andere Menschen beten, die krank sind oder mit denen man im Streit ist. Ein Gebet kann beginnen, indem man Gott anspricht z.B. mit "Himmlischer Vater", "Mein Herr Jesus", oder "Guter Gott im Himmel". Es ist persönlich, privat aber auch gemeinsam zu zweit, in einem Kreis und in einer Kirche.

Das bekannteste Gebet der Christenheit ist das Vaterunser, ein von Jesus Christus überliefertes Gebet, das von Christinnen und Christen auf der ganzen Welt gebetet wird.

Übrigens: Man kann ein Gebet verschieden ausdrücken, zum Beispiel auch singen. Manchen Menschen fällt es leichter, sich so in die Rede mit Gott zu begeben. Kirchenvater Augustinus wird das Zitat zugesprochen: "Wer singt, betet doppelt".

Mehr auf der Seite der EKBO.

Letzte Änderung am: 21.03.2022