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Stolpersteine

im Kirchenkreis Steglitz

Stolpersteinverlegungen

"Stolpersteine" ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, mit dem an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Stolpersteine sind Betonquader mit einer Kantenlänge von 10 cm, die in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen werden. Auf einer Messingplatte an der Oberseite sind der Name und das Schicksal des Menschen, an den erinnert wird, zu lesen. Stolpersteine gibt es in Berlin seit 1996. [Quelle]

Im Kirchenkreis Steglitz erinnern wir uns an unsere Nachbar:innen ... Alle Stolpersteine in Steglitz (noch nicht ganz aktuell).

[16.06.2021] Stolpersteinverlegung: Spinozastraße 1

Am Mittwoch, 16. Juni 2021 um 12.15 Uhr wurde ein Stolperstein für Neddy Dzcubas in der Spinozastraße 1 verlegt.

Mittwoch, 16. Juni 2021 :: 12.15 Uhr :: Spinozastraße 1

Neddy Dzcubas
* 31.07.1892 in Berlin
† 31.01.1944 in Auschwitz ermordet.

Neddy Dzcubas wohnte von 1929 bis 1933 in der Spinozastraße 1. Er war Kürschner und stammte aus einer jüdischen Familie. 1925 heiratete er Margarethe Deutschbein, die evangelisch war. Der Sohn Werner wurde 1928 geboren und ebenfalls evangelisch getauft. 1933 emigrierte die Familie in die Niederlande. 1943 wurde Neddy Dzcubas verhaftet und über das Lager Westerbork nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am 31.1.1944 ermordet.

Die Verlegung des Stolpersteins wurde mit einer kleinen Zeremonie feierlich begangen.

Der jüdische Kantor Rabbi Loewenheim sowie Pfarrerin G. Wuttig-Perkowski aus der Ev. Patmos-Gemeinde haben die Verlegung begleitet.

Weitere Informationen auf der Seite des Kirchenkreis' Steglitz.

Für Menschen, die für die Stolpersteininitiative spenden möchten,
sei hier noch das Spendenkonto erwähnt:

KKVB Berlin Süd-West
Evangelische Bank eG
DE18 5206 0410 0003 9663 99
BIC GENODEF1EK1
KW "Stolpersteine Steglitz" + Name des Opfers Hier: Neddy Dzcubas

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern.

[24.03.2021] Stolpersteinverlegung | Buggestraße 21

Symbolbild Stolpersteinverlegung :: pixabay
Am Mittwoch, den 24. März 2021 um 9:45 Uhr werden drei Stolpersteine in der Buggestraße 21 für die jüdische Familie Kohn verlegt. Die Biografien der Familie Kohn wurde von Karin Sievert recherchiert (inklusive Fotomaterial).

Mittwoch, den 24. März 2021 :: 9:45 Uhr :: Buggestraße 21

Stolpersteine für Alice, Isidor und Erwin Kohn.

Alice Kohn, geb. Rosenberger
* 27. 2. 1903, München

Isidor Isaak Kohn
* 7.10.1889, Bamberg

Erwin Kohn
* 30.9.1930, Berlin

gemeinsame Flucht 1933

Eine ausführliche Seite - auch mit den recherchierten Biografien - finden Sie beim Kirchenkreis zur  Erinnerungskultur.

 

Bilder zur Stolpersteinverlegung

Stolpersteine für Familie Kohn vor dem Haus Buggestraße 21 Bild © Christiane Fuß

 Christiane Fuß an der Querflöte. Musik zur Feierstunde Bild © Sabine Davids

[29.10.2020] Stolpersteinverlegung

Symbolbild Stolpersteinverlegung
Am 29. Oktober 2020 um 16 Uhr werden drei Stolpersteine in der Zimmermannstraße 7, 12163 Berlin verlegt. Die Schwestern Frieda Friedmann und Gertrud Curth stammen aus der jüdischen Familie Brodnitz. In deren Wohnung lebte auch Lina Friedländer, geboren am 17. April 1882, zur Untermiete.

Am 29. Oktober 2020 um 16 Uhr werden drei Stolpersteine in der Zimmermannstraße 7, 12163 Berlin verlegt.

Die Schwestern Frieda Friedmann und Gertrud Curth stammen aus der jüdischen Familie Brodnitz. Ihr Vater Isidor hatte 1870 die Maschinenfabrik Brodnitz & Seydel gegründet, mit Sitz in der Weddinger Müllerstraße 177. Frieda Friedmann wurde am 17. Mai 1885 und Gertrud am 15. Februar 1881 in Berlin geboren.

Frieda lebte mit ihrem Ehemann Max und ihrem Sohn Helmut seit 1932 in der Zimmermannstraße 7 in einer 4½ Zimmerwohnung. Das Ehepaar war laut Heiratsurkunde evangelisch. Auch der Sohn Helmut wurde evangelisch getauft. Gertrud, die mit ihrem Ehemann Emil in Trebnitz/Schlesien lebte, zog nach dem Tod ihres Gatten zu ihrer ebenfalls verwitweten Schwester Frieda. In deren Wohnung lebte auch Lina Friedländer, geboren am 17. April 1882, zur Untermiete.

Die Schwestern Brodnitz wurden am 6. August nach Theresienstadt deportiert. Gertrud starb dort am 30. Oktober 1942, Frieda am 15. Februar 1943.

Lina Friedländer wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert, wo sie unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurde.

Sowohl der Sohn von Frieda Friedmann, als auch Tochter und Sohn von Gertrud Curth emigrierten vor 1939. Der Sohn von Lina Friedländer überlebte mit seiner Familie in Deutschland.

Sabine David

[9.10.2020] Gedenken an ehemaligen Schüler

Symbolbild Stolpersteinverlegung pixabay
Gedenken an ehemaligen Schüler

Stolpersteinverlegung am 9. Oktober 2020 um 11 Uhr in der Vionvillestraße 15

Initiiert durch die Schule ohne Rassismus AG des Willi-Graf-Gymnasiums.

Gedenken an ehemaligen Schüler

Es werden auf Betreiben der Schule ohne Rassismus AG des Willi-Graf-Gymnasiums 4 Stolpersteine für die Familie Neustätter verlegt, als Zeichen gegen Rassismus und zum Gedenken an den ehemaligen Schüler Hans Neustätter.

Letzte Änderung am: 17.06.2021