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Stolpersteine

im Kirchenkreis Steglitz

Stolpersteinverlegungen

"Stolpersteine" ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, mit dem an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Stolpersteine sind Betonquader mit einer Kantenlänge von 10 cm, die in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen werden. Auf einer Messingplatte an der Oberseite sind der Name und das Schicksal des Menschen, an den erinnert wird, zu lesen. Stolpersteine gibt es in Berlin seit 1996. [Quelle]

Im Kirchenkreis Steglitz erinnern wir uns an unsere Nachbar:innen ... Alle Stolpersteine in Steglitz (noch nicht ganz aktuell).

[29.10.2020] Stolpersteinverlegung

Symbolbild Stolpersteinverlegung
Am 29. Oktober 2020 um 16 Uhr werden drei Stolpersteine in der Zimmermannstraße 7, 12163 Berlin verlegt. Die Schwestern Frieda Friedmann und Gertrud Curth stammen aus der jüdischen Familie Brodnitz. In deren Wohnung lebte auch Lina Friedländer, geboren am 17. April 1882, zur Untermiete.

Am 29. Oktober 2020 um 16 Uhr werden drei Stolpersteine in der Zimmermannstraße 7, 12163 Berlin verlegt.

Die Schwestern Frieda Friedmann und Gertrud Curth stammen aus der jüdischen Familie Brodnitz. Ihr Vater Isidor hatte 1870 die Maschinenfabrik Brodnitz & Seydel gegründet, mit Sitz in der Weddinger Müllerstraße 177. Frieda Friedmann wurde am 17. Mai 1885 und Gertrud am 15. Februar 1881 in Berlin geboren.

Frieda lebte mit ihrem Ehemann Max und ihrem Sohn Helmut seit 1932 in der Zimmermannstraße 7 in einer 4½ Zimmerwohnung. Das Ehepaar war laut Heiratsurkunde evangelisch. Auch der Sohn Helmut wurde evangelisch getauft. Gertrud, die mit ihrem Ehemann Emil in Trebnitz/Schlesien lebte, zog nach dem Tod ihres Gatten zu ihrer ebenfalls verwitweten Schwester Frieda. In deren Wohnung lebte auch Lina Friedländer, geboren am 17. April 1882, zur Untermiete.

Die Schwestern Brodnitz wurden am 6. August nach Theresienstadt deportiert. Gertrud starb dort am 30. Oktober 1942, Frieda am 15. Februar 1943.

Lina Friedländer wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert, wo sie unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurde.

Sowohl der Sohn von Frieda Friedmann, als auch Tochter und Sohn von Gertrud Curth emigrierten vor 1939. Der Sohn von Lina Friedländer überlebte mit seiner Familie in Deutschland.

Sabine David

[9.10.2020] Gedenken an ehemaligen Schüler

Symbolbild Stolpersteinverlegung pixabay
Gedenken an ehemaligen Schüler

Stolpersteinverlegung am 9. Oktober 2020 um 11 Uhr in der Vionvillestraße 15

Initiiert durch die Schule ohne Rassismus AG des Willi-Graf-Gymnasiums.

Gedenken an ehemaligen Schüler

Es werden auf Betreiben der Schule ohne Rassismus AG des Willi-Graf-Gymnasiums 4 Stolpersteine für die Familie Neustätter verlegt, als Zeichen gegen Rassismus und zum Gedenken an den ehemaligen Schüler Hans Neustätter.

Letzte Änderung am: 19.10.2020