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RSSPrint

Euler-Orgel in der Ev. Patmos-Kirche

Die Sanierung unserer Orgel beginnt ab 18.10.2021

Wie bereits berichtet, ist unsere Orgel dringend sanierungsbedürftig.

Am 18. Oktober beginnen die Arbeiten. Die Orgelpfeifen werden ausgebaut und gründlich gereinigt, notwendige Reparaturen durchgeführt. Die Sanierung dauert voraussichtlich acht Wochen. Hier finden Sie ein paar Aufnahmen des Sanierungsfortschrittes. In dieser Zeit wird unser Gesang im Gottesdienst auf dem Flügel begleitet.

Bitte helfen Sie uns bei der großen Aufgabe der Orgelrettung mit Ihrer Spende!

Allen, die das bereits getan haben, danken wir herzlich. Spendenbescheinigungen verschicken wir zeitnah.

Ihre Gabriele Wuttig-Perkowski

 

Ein hochkultiviertes Kirchenmöbel

1963 wurde die evangelische Patmos-Kirche nach Plänen von Peter Lehrecke als Saalkirche mit quadratischem Grundriss erbaut. Die Orgel sollte in den im Stil der neuen Sachlichkeit gehaltenen, lichtdurchfluteten Raum „wie ein Möbel hineingestellt werden“. 1968 schließlich wurde das Instrument von der Orgelbaufirma Euler (Hofgeismar) erstellt; die Pläne hierzu stammen von dem Orgelsachverständigen Herbert Schulze und dem Akustiker Karl Theodor Kühn.

Teilansicht der Euler-Orgel in der Ev. Patmos-Gemeinde Bild © Jack Simanzik Diese beiden waren kühne, orgelbewegte Vordenker und dachten in ihren Orgelprojekten weit in die Zukunft. Kennzeichnend dafür waren neben den zeitüblich steilen Dispositionen u.a. Schwellbarkeit aller Werke (außer den Grundstimmen), experimentelle Aliquoten oder Registerzüge mit Piktogrammen der Pfeifenbauformen (anstelle der üblichen Registernamen). Die Orgel wurde gedacht als gleichsam analoger Synthesizer, der durch die fein dosierbaren Aliquotmischungen (Schweller!) zum einen eine enorme Farbigkeit aufweisen, zum anderen die Organisten zu kreativer und neuschöpferischer Darstellung der traditionellen Orgelliteratur anregen sollte.

So auch die mit 20 Registern (II+Ped) ausgestattete Orgel der Patmos-Kirche, deren Klang laut Herbert Schulze „elementar und hochkultiviert“ ist. Auch wenn das Instrument dringend überholungsbedürftig ist, stellt es ein wichtiges Klangdokument des deutschen Nachkriegsorgelbau dar.

Text von Markus Epp, Orgelbeauftragter und Kantor der Lukaskirche

Spendenprojekt

Sanierung unserer Euler-Orgel

Unsere Orgel wurde 1968 von der Orgelbaufirma Euler (Hofgeismar) erstellt; die Pläne hierzu stammen von dem Orgelsachverständigen Herbert Schulze und dem Akustiker Karl Theodor Kühn. Sie ist eine der wenigen Orgeln, die noch in dieser ursprünglichen Stimmung erklingt.

»Der Klang dieser Orgel ist elementar und hochkultiviert. Er büßt, selbst wenn der Raum vollbesetzt ist, weder an Frische noch Farbe ein.« Quelle: "Orgel-Projekte 1942-1978" von Herbert Schulze und Karl Theodor Kühn. Seite 77

Allerdings ist der Klang durch jahrelange Einwirkungen nicht mehr ganz so frisch. Sie ist dringend sanierungsbedürftig und muss grundüberholt werden, um ihren Klang wieder in voller Schönheit zur Geltung zu bringen. Auch gilt es, ihre Störanfälligkeit zu beseitigen.

Dafür brauchen wir Ihre finanzielle Unterstützung. Sie haben die Möglichkeit bei unseren Benefizkonzerten statt eines Eintrittgeldes eine Spende zu geben oder Sie nutzen unser Online-Spenden-Formular.

Letzte Änderung am: 21.10.2021