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Gedenktag für die Opfer des Holocaust

RSSPrint

27. Januar

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar, der Tag der Befreiung von Auschwitz, ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist und bleibt die Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Der Jahrestag der Befreiung wurde 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar im Jahr 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.[Quelle]

Jugend im KK Steglitz :: Gemeinsam gegen das Vergessen

Ausschnitt aus dem Plakat zum Gedenkgottesdienst
Ein OpenAir-Gottesdienst am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, vorbereitet von Jugendlichen des Kirchenkreises Steglitz.

Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe, und Todesfurcht ist auf mich gefallen.
Psalm 55,5

Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus.

Mittwoch, 27. Januar 2022 - 18:30 Uhr

Ort: Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde Lankwitz
Sondershauser Straße 50 |12249 Berlin | Link zu Google Maps

 

In Steglitz :: Spiegelwand, Außenlager und Video

Spiegelwand Holocaust-Denkmal am Hermann-Ehlers-Platz, Berlin-Steglitz | Foto: Muns/wiki
Kranzniederlegungen am Tag des Holocaustgedenken in Steglitz: An der Spiegelwand und auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers des Konzentrationslagers Sachsenhausen.

Donnerstag, 27. Januar 2022

  • [15.00 Uhr] Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamts werden um 15 Uhr im Rahmen einer stillen Gedenkveranstaltung am Mahnmal auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers des Konzentrationslagers Sachsenhausen an der Wismarer Straße (Eugen-Kleine-Brücke) einen Kranz niederlegen.
  • [15.45 Uhr] An der Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz werde die Stadträte und Bezirksverordneten vom Berlin- Steglitz-Zehlendorf um 15.45 Uhr einen Kranz niederlegen.

 

Beide Veranstaltungen sind öffentlich. Bitte beachten Sie die aktuell gültigen Regelungen zum Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5m zwischen Personen. [Quelle]


Bereits am Sonntag, 23. Januar 2022, melden sich die Auschwitz-Überlebenden zu Wort.

Um 11 Uhr laden das Internationale Auschwitz-Komitee und die Niedersächsische Landesvertretung beim Bund zu einer Matinee zum Gedenken an die Opfer des Holocaust ein.

Der Exekutiv-Vizepräsident des Überlebendenverbands, der Schriftsteller Christoph Heubner, kuratiert eine Text- und Musikauswahl, die niedersächsische Europa-Ministerin Birgit Honé (SPD) spricht zum Holocaust-Gedenktag.

Zum Livestream der Veranstaltung geht es hier: www.youtube.com.

Einladung zum LIVE-STREAM: 77. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz: Matinee zum Gedenken an die Opfer des Holocaust

Das Online-Event findet statt am: Sontag, den 23. Januar 2022 um 11:00 Uhr

Eine Veranstaltung zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" auf Initiative des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) mit Ministerin Birgit Honé und einer Musik- und Textauswahl von Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des IAK.

Zum Livestream der Gedenkveranstaltung am 23.1.2022

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin


Gedenkveranstaltung anlässlich des Holocaustgedenktages 2022
unter dem Titel: „Wer wir waren, wer wir sind – Identität im Licht der Shoah“

am Donnerstag, 27. Januar 2022, 19:30 – 21:30 Uhr

im Großen Saal des Jüdischen Gemeindehauses Fasanenstraße
Fasanenstraße 79-80, 10623 Berlin

Bitte beachten Sie zur Teilnahme die 2G+–Regel und bringen Sie bitte eine FFP2-Maske zur Veranstaltung mit (Maskenpflicht in den Veranstaltungsräumen).

Weitere Informationen ...


„Die einsam lebendigen Sterne“

Konzert zum Tag des Gedenkens an die Opfer des National­sozialismus (vor Ort und im Livestream)

Der Livestream und die Veranstaltung beginnen am 27. Januar 2022 um 19 Uhr.

Jüdisches Museum Berlin 2022
Altbau EG, Glashof
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Mehr hier erfahren ...


Ökumenisches Friedensgebet am Shoah-Gedenktag

Donnerstag, 27. Januar 2022, 18:30 - 19:30 Uhr
im Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee

Mehr erfahren ...


Weitere Veranstaltungen finden ...

 


Gedenkstunde des Deutschen Bundestags

Gastrednerin und Gastredner bei der Gedenkveranstaltung im Dt. Bundestag
Der Bundestag gedenkt am Donnerstag, 27. Januar 2022, in einer Sonderveranstaltung der Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der 77. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945.

Nach einer Begrüßungsansprache durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas werden

  • die Holocaust-Überlebende Dr. h. c. Inge Auerbacher und
  • der Präsident des israelischen Parlaments, der Knesset, Mickey Levy, die Gedenkreden halten.

 

Die Gedenkstunde beginnt am Donnerstag, 27. Janaur 2022 um 10 Uhr im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes und wird live im Parlamentsfernsehen und im Internet auf www.bundestag.de übertragen.

Vor 80 Jahren: Die Wannseekonferenz

Wir erinnern: 20.01.1942 :: 20.01.2022

20. Januar | Wannseekonferenz

Haus der Wannseekonferenz. Bild: A.Savin (WikiCommons) - Eigenes Werk
Die Wannseekonferenz ist nur eine Etappe auf dem Weg zur Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten. Aber sie steht exemplarisch für das Zusammenspiel von Behörden, Partei und Terrorapparat.

Vor 80 Jahren: Die Wannseekonferenz

Am 20. Januar 1942 trafen sich hochrangige Vertreter des NS-Regimes in einer Villa am Berliner Wannsee, um zu koordinieren, wie die Ermordung der europäischen Juden auf Behördenebene möglichst effizient umgesetzt werden sollte. Das systematische Morden war da bereits von der NS-Führung beschlossen und in vollem Gange. Bis zum Kriegsende 1945 wurden über sechs Millionen Juden ermordet.

Eine ausführliche Berichterstattung mit weiterführenden Links kann man bei der Bundeszentrale für politische Bildung lesen.

Die Besprechung am 20. Januar 1942 (Die Wannsee-Konferenz): Unterlagen sichten ...


Die Vergangenheit wirkt in die Gegenwart

20. Januar 1942 – 20. Januar 2022 | Auf der Einladung zur später so genannten "Wannseekonferenz" stand knapp "Besprechung mit anschließendem Frühstück".

Bei dem Treffen in einer Villa am Großen Wannsee ging es um die Organisation der Vernichtung von Millionen europäischer Juden. Um sich darüber im damaligen Berliner Gästehaus für SS und Polizei zu verständigen, brauchten die Teilnehmer 90 Minuten – man strebte zu Tisch.

Die evangelische Kirche, mehrheitlich antisemitisch und nationalprotestantisch gesinnt, hatte ihren Anteil daran, dass es dahin kommen konnte. Dieser Newsletter [der EKBO] steht deshalb im Zeichen der Erinnerung und des Gedenkens. Es gilt, sich heutigen judenfeindlichen und holocaust-verharmlosenden Bestrebungen entgegenzustellen – im vollen Bewusstsein der eigenen historischen Verantwortung.

Bischof Christian Stäblein fand klare Worte:

Für mich als Nachkomme aus dem Volk der Täter und Mörder erscheint die schöne fremde Sprache immer auch wie ein Versuch des Entkommens. „Endlösung“ ist aber nun mal ein deutsches Wort. Die Wannseekonferenz ist ein entsetzlicher Markpunkt auf dem „Weg zur Endlösung“.

Er führt in seiner Ansprache auch seine Studienzeit in Israel an, in der in einem Seminar in Yad-Vaschem mit israelischen Studierenden saß. An seinen Erkenntnissen von damals lässt er uns teilhaben:

Wir lasen diverse Dokumente der verschiedenen Stationen auf dem Weg zum Holocaust, darunter auch die Quellen zu den Geschehnissen vom 20. Januar 1942. Wir lasen sie auf Hebräisch. Und David Bankier nutzte die Chance, dass mit mir und einem weiteren Studierenden aus Deutschland zwei im Seminar saßen, die die Quellen auf Deutsch lesen konnten. Das war schließlich die Sprache der Quellen, die Sprache der Mörder. Es war, wie Sie sich vorstellen könnten, eine besondere Situation.

Auf Ivrith, einer Sprache, die ich bis heute so liebe, wurde irgendwie alles schön. Aber gerade das durfte hier nicht passieren. Ha derech la pitaron ha sofi – Der Weg zur Endlösung, nein, die Übersetzung in die Sprache der Bibel darf nicht den Eindruck vermitteln, nun würde der mörderische Bruch aller Menschlichkeit und Zivilisation quasi rückübersetzt. Das – und nur deshalb erzähle ich die Geschichte – habe ich in diesem Seminar 1992 bei David Bankier begriffen. Mit dem Verbrechen muss auch die deutsche Sprache leben. Und es wird meine, es wird unsere Aufgabe sein, in dieser Verderbnis aller Rede und Sprache immer wieder die angemessenen Worte zu finden. Worte. Für das, was sich an die Wannseekonferenz anschließt – zwischen 1942 und 1945 – besteht stets die Gefahr, dass sie einem ausgehen.

Das Grußwort von Bischof Christian Stäblein auf der Fachtagung zur Wannseekonferenz 2022 können Sie hier herunterladen.


80 Jahre Wannsee-Konferenz: Gedenkstätte und ZDF-Doku erinnern an Judenverfolgung

Für den Berliner Historiker und Holocaust-Experten Peter Klein ist die Zusammenkunft im Januar 1942 bis heute eine "Warnung". Sie zeigt aus seiner Sicht: Auch moderne Gesellschaften seien nicht davor gefeit, dass einzelne Institutionen des Staates "einen Arbeitsbeitrag leisten, der dann in Menschenvernichtung münden kann". Dies sei das Alleinstellungsmerkmal der damaligen Konferenz, sagt Klein, der am Berliner Touro College unterrichtet.

Online weiter lesen und den Zugang zur ZDF-Mediathek erhalten ...


Graphic Novel 'Wannsee' von Fabrice Le Hénanff

Fabrice Le Hénanff fasst in seiner bewegenden Graphic Novel die schwer begreiflichen Ereignisse der Wannseekonferenz in detaillierten, fein aquarellierten Zeichnungen zusammen und gibt uns einen Einblick in diese schwärzeste Stunde der deutschen Geschichte und ihre Beteiligten.

Hier gibt es einen Blick ins Buch. Falls Sie keinen lokalen Büchhändler haben, können Sie auch online einkaufen.

Buchbesprechung

Die Wannseekonferenz als Comic: Schreibtischtäter beim Frühstücken. Alexander Braun im Gespräch mit Timo Grampes · 21.10.2019 | Beitrag anhören beim Deutschlandfunk Kultur.

Archiv 2021

Das war 2021 | Gedenkgottesdienst von und mit Jugendlichen

Screenshot Patmos Jugend Intro zum Gedenkgottesdienst am 27.01.2021
Dieses Video entstand im Zusammenhang mit einem Online-Gedenkgottesdienst zur Befreiung vom Auschwitz. Die Jugendlichen stellen Beispiele dar, wie Juden damals und heute diskriminiert werden. Die letzte Einstellung zeigt die Zukunft die wir uns wünschen, eine Zukunft wo Menschen aller Religionen respektiert werden.

Weitere Termine zum Thema

Mai 2022

Gedenken an die Todesopfer an der Berliner Mauer

Andacht mit Biografielesung. Fürbitte für die Menschen, die heute auf der Flucht sind und verfolgt werden.
Pfarrer/in: Lektorenteam
Kapelle der Versöhnung Berlin-Mitte

"Wachet und Betet" - Mit Friedensgebet für die Ukraine

Täglich in oder an der Gethsemanekirche
Gethsemanekirche Prenzlauer Berg

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Täglich in oder an der Gethsemanekirche
Gethsemanekirche Prenzlauer Berg

Nagelkreuzandacht zu 60 Jahre Neueröffnung Kathedrale Coventry

Versöhnungsgebet, ca. 18.30 Uhr Film „Vater vergib“ - 19 Uhr Vernissage Ausstellung zu Werner Göritz (Künstler der ersten Fenster in der Martin-Luther-Gedächtniskirche)
Pfarrer/in: Gerd Niehoff und Robin Youett
Martin-Luther-Gedächtniskirche
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