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Unser Gedenken

Gedenktage haben immer eine Botschaft, mit der wir uns als Christinnen und Christen auseinandersetzen. Sie verbinden sich mit unserer Verantwortung und unserem Engagement. Wir übernehmen Themen davon in unsere Gottesdienste.

8. Mai 2022 | Gedenkfeier an der "Säule der Gefangenen"

Gedenktafel Wismarer Straße 20 | KZ Außenlager Lichterfelde. Bild OTFW wiki
Am Sonntag, dem 8. Mai 2022 um 12.30 Uhr lädt die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde zur Gedenkfeier an der "Säule der Gefangenen" ein. Die Initiative will an die Schrecken des Nationalsozialismus erinnern und beschäftigt sich mit der Weitergabe von Erfahrungen der Zeitzeugen an die nächste Generation.

Gedenken am Tag der Befreiung

Im Anschluss an die Feier gibt es ab 14 Uhr die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Imbiss im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf (Ostpreußendamm 64, 12207 Berlin) auszutauschen und über die Aktivitäten des Vereins zu informieren.

Weitere Informationen über die Kirchenkreisseite ...

Die 'Säule der Gefangenen' liegt auf der Südroute des Mauerwegs Lichterfelde-Süd - Griebnitzsee. Die Basaltlava-Stele des Bildhauers Günter Oeller wurde 2000 eingeweiht. [Quelle]


Gedenktafel Wismarer Straße 20 | KZ Außenlager Lichterfelde. Bild OTFW wiki

4. Februar | Geburtstag Dietrich Bonhoeffer

Gedenktafel am Bonhoeffer-Haus. Bild Axel Mauruszat | Wikipedia
Am 4. Februar 2022 jährt sich der Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer zum 116. Mal. Jährlich wird am Bonhoeffer-Haus seiner gedacht. Die Kollekte der Landeskirche am Sonntag, 6.2.2022 wird für die Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus e. V. gesammelt.

Wir gedenken Dietrich Bonhoeffers - dessen Name für Zivilcourage, gelebtes Christsein und politischen Widerstand steht.

Unsere Seite dazu ...

20. Januar | Wannseekonferenz

Haus der Wannseekonferenz. Bild: A.Savin (WikiCommons) - Eigenes Werk
Die Wannseekonferenz ist nur eine Etappe auf dem Weg zur Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten. Aber sie steht exemplarisch für das Zusammenspiel von Behörden, Partei und Terrorapparat.

Vor 80 Jahren: Die Wannseekonferenz

Am 20. Januar 1942 trafen sich hochrangige Vertreter des NS-Regimes in einer Villa am Berliner Wannsee, um zu koordinieren, wie die Ermordung der europäischen Juden auf Behördenebene möglichst effizient umgesetzt werden sollte. Das systematische Morden war da bereits von der NS-Führung beschlossen und in vollem Gange. Bis zum Kriegsende 1945 wurden über sechs Millionen Juden ermordet.

Eine ausführliche Berichterstattung mit weiterführenden Links kann man bei der Bundeszentrale für politische Bildung lesen.

Die Besprechung am 20. Januar 1942 (Die Wannsee-Konferenz): Unterlagen sichten ...


Die Vergangenheit wirkt in die Gegenwart

20. Januar 1942 – 20. Januar 2022 | Auf der Einladung zur später so genannten "Wannseekonferenz" stand knapp "Besprechung mit anschließendem Frühstück".

Bei dem Treffen in einer Villa am Großen Wannsee ging es um die Organisation der Vernichtung von Millionen europäischer Juden. Um sich darüber im damaligen Berliner Gästehaus für SS und Polizei zu verständigen, brauchten die Teilnehmer 90 Minuten – man strebte zu Tisch.

Die evangelische Kirche, mehrheitlich antisemitisch und nationalprotestantisch gesinnt, hatte ihren Anteil daran, dass es dahin kommen konnte. Dieser Newsletter [der EKBO] steht deshalb im Zeichen der Erinnerung und des Gedenkens. Es gilt, sich heutigen judenfeindlichen und holocaust-verharmlosenden Bestrebungen entgegenzustellen – im vollen Bewusstsein der eigenen historischen Verantwortung.

Bischof Christian Stäblein fand klare Worte:

Für mich als Nachkomme aus dem Volk der Täter und Mörder erscheint die schöne fremde Sprache immer auch wie ein Versuch des Entkommens. „Endlösung“ ist aber nun mal ein deutsches Wort. Die Wannseekonferenz ist ein entsetzlicher Markpunkt auf dem „Weg zur Endlösung“.

Er führt in seiner Ansprache auch seine Studienzeit in Israel an, in der in einem Seminar in Yad-Vaschem mit israelischen Studierenden saß. An seinen Erkenntnissen von damals lässt er uns teilhaben:

Wir lasen diverse Dokumente der verschiedenen Stationen auf dem Weg zum Holocaust, darunter auch die Quellen zu den Geschehnissen vom 20. Januar 1942. Wir lasen sie auf Hebräisch. Und David Bankier nutzte die Chance, dass mit mir und einem weiteren Studierenden aus Deutschland zwei im Seminar saßen, die die Quellen auf Deutsch lesen konnten. Das war schließlich die Sprache der Quellen, die Sprache der Mörder. Es war, wie Sie sich vorstellen könnten, eine besondere Situation.

Auf Ivrith, einer Sprache, die ich bis heute so liebe, wurde irgendwie alles schön. Aber gerade das durfte hier nicht passieren. Ha derech la pitaron ha sofi – Der Weg zur Endlösung, nein, die Übersetzung in die Sprache der Bibel darf nicht den Eindruck vermitteln, nun würde der mörderische Bruch aller Menschlichkeit und Zivilisation quasi rückübersetzt. Das – und nur deshalb erzähle ich die Geschichte – habe ich in diesem Seminar 1992 bei David Bankier begriffen. Mit dem Verbrechen muss auch die deutsche Sprache leben. Und es wird meine, es wird unsere Aufgabe sein, in dieser Verderbnis aller Rede und Sprache immer wieder die angemessenen Worte zu finden. Worte. Für das, was sich an die Wannseekonferenz anschließt – zwischen 1942 und 1945 – besteht stets die Gefahr, dass sie einem ausgehen.

Das Grußwort von Bischof Christian Stäblein auf der Fachtagung zur Wannseekonferenz 2022 können Sie hier herunterladen.


80 Jahre Wannsee-Konferenz: Gedenkstätte und ZDF-Doku erinnern an Judenverfolgung

Für den Berliner Historiker und Holocaust-Experten Peter Klein ist die Zusammenkunft im Januar 1942 bis heute eine "Warnung". Sie zeigt aus seiner Sicht: Auch moderne Gesellschaften seien nicht davor gefeit, dass einzelne Institutionen des Staates "einen Arbeitsbeitrag leisten, der dann in Menschenvernichtung münden kann". Dies sei das Alleinstellungsmerkmal der damaligen Konferenz, sagt Klein, der am Berliner Touro College unterrichtet.

Online weiter lesen und den Zugang zur ZDF-Mediathek erhalten ...


Graphic Novel 'Wannsee' von Fabrice Le Hénanff

Fabrice Le Hénanff fasst in seiner bewegenden Graphic Novel die schwer begreiflichen Ereignisse der Wannseekonferenz in detaillierten, fein aquarellierten Zeichnungen zusammen und gibt uns einen Einblick in diese schwärzeste Stunde der deutschen Geschichte und ihre Beteiligten.

Hier gibt es einen Blick ins Buch. Falls Sie keinen lokalen Büchhändler haben, können Sie auch online einkaufen.

Buchbesprechung

Die Wannseekonferenz als Comic: Schreibtischtäter beim Frühstücken. Alexander Braun im Gespräch mit Timo Grampes · 21.10.2019 | Beitrag anhören beim Deutschlandfunk Kultur.

27. Januar | Tag der Befreiung von Auschwitz

Holocaust-Gedenkstätte :: Bild: Pixabay jpleno
Der 27. Januar, der Tag der Befreiung von Auschwitz, ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist und bleibt die Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte. Mehr Informationen ...

9. November 2021 | Gedenkgottesdienste

Ausschnitt Holocaust Denkmal Mitte Bild: pixabay
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannte es überall in Deutschland: Juden wurden überfallen und misshandelt, Synagogen standen in Flammen, Geschäfte, die Juden gehörten, wurden geplündert und zerstört.

Bis heute ist der 9. November ein Tag, um sich daran zu erinnern, dass wir alle wachsam sein müssen, damit Ausgrenzung, Antisemitismus, Intoleranz, Hass und Gewalt keine Chance haben.

Im Kirchenkreis gedenken wir in zwei Gottesdiensten (Stand 31.10.2021):

Am Dienstag, 9.11.2021 um 18 Uhr | gilt für beide Gottesdienste

Gottesdienst zum 9. November

Diakon Heiko Reschke
Organist Markus Epp

Ev. Matthäus-Kirchengemeinde Steglitz
Schloßstraße 44 • 12165 Berlin | Routenplaner

 

Gottesdienst zum Gedenken an die Novemberprogrome 1938

Prädikant Lothar Schnepp

Ev. Paulus-Kirche Lichterfelde
Hindenburgdamm 101 12203 Berlin | Routenplaner

 

Auswahl weiterer Veranstaltungen finden Sie hier ...

 

Die Texte sind der Website der politischen Bildung für Kinder entnommen. Eine sehr empfehlenswerte Seite.

Stolpersteinverlegung

Symbolbild :: pixabay Hans
Im März 2021 sind die nächsten Verlegungen im Kirchenkreis Stolpersteine angesagt. Wir erinnern an vielfältiges jüdisches Leben. +++ Bitte schauen Sie auch auf der Kirchenkreis Steglitz Website.

9. November

50. Jahrestag der Reichspogromnacht (9. November 1938): Briefmarke der Deutschen Bundespost, 1988
Auf den 9. November fällt eine Reihe von Ereignissen, die für die deutsche Geschichte als politische Wendepunkte mit teilweise auch internationalen Auswirkungen gelten.

Als besonders gravierend für die zeitgenössische öffentliche Diskussion in der rückwirkenden Betrachtung gelten dabei – beginnend in der jüngeren Vergangenheit – die Jahrestage des Mauerfalls 1989 (siehe unten unseren Extrabeitrag), des Beginns der Novemberpogrome 1938, des Hitler-Ludendorff-Putsches 1923 und der Novemberrevolution 1918 (Ausrufung einer deutschen Republik) in der damaligen Reichshauptstadt Berlin. [Wikipedia]

Hier finden Sie unseren Beitrag zum 9. November 1938.

9. November

Foto: ©Bundesregierung/Kirschner (Ausschnitt)
Ausstellung „Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit“ wird ab dem 3. November 2019 im Gemeindehaus der Ev. Patmos-Gemeinde gezeigt.

Sie wirft Schlaglichter auf die Jahre 1989/90. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Weiterlesen ...

Letzte Änderung am: 06.05.2022