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Seenottrettung der EKD

Konkrete Umsetzung einer Petition vom EKT 2019

Der Beschluss des Rates geht zurück auf eine Resolution des Deutschen Evangelischen Kirchentages (EKT) in diesem Jahr in Dortmund. Über diese Resolution hat der Rat der EKD sehr intensiv beraten.

Auszug aus der Petition

"Als Kirche dürfen wir dem Scheitern der europäischen Regierungen nicht zusehen. Kleine symbolische Schritte zur Aufnahme von Flüchtlingen sind wichtig, aber beenden das Sterben im Mittelmeer durch die fehlende Seenotrettung und die fehlenden sicheren Fluchtwege nicht.

Daher fordern wir die EKD und ihre Gliedkirchen auf, selbst mutig zu handeln: Schickt selbst ein Schiff in das tödlichste Gewässer der Welt. Ein Schiff der Gemeinschaft, der Solidarität und Nächstenliebe. Ein Schiff von uns, von euch, von allen."

Zitat aus der Petition "Schicken wir ein Schiff!" vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (EKT) 2019 in Dortmund

Die evangelische Kirche will gemeinsam mit anderen Organisationen ein Schiff zur Rettung von Menschen aus Seenot ins Mittelmeer schicken.

Mit der Bereitstellung eines Schiffes soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Jedes gerettete Menschenleben weist auf die Problematik hin, dass Menschen aus Afrika nach wie vor über das Mittelmeer unter Lebensgefahr zu uns nach Europa fliehen. Das Schiff erinnert an die humanitäre Katastrophe, die sich vor den Toren Europas abspielt. Unser Hilfsprojekt kann die Probleme nicht lösen, kann nur auf die Probleme aufmerksam machen und politische und humanitäre Lösungen einfordern. Das Schiff ist ein Teil des Gesamtengagements der Evangelischen Kirche im Zusammenspiel mit der Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt, die in Krisengebieten tätig sind und in vielfacher Weise dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Das Rettungsschiff kann und soll die politisch Verantwortlichen mahnen, Fluchtursachen zu bekämpfen und eine konsistente europäische Flüchtlingspolitik zu entwickeln.

Für das geplante Schiff werden keine Kirchensteuermittel verwendet. Es wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Die große Resonanz, die bereits die Kirchentagsresolution hervorgerufen hat, lässt hoffen, dass ausreichend Spenden eingehen werden, um das Projekt zu ermöglichen. Es wird ein Verein gegründet werden, der ein breites zivilgesellschaftliches Engagement motiviert und koordiniert. Die Rückmeldungen angesprochener zivilgesellschaftlicher Akteure und Organisationen hat gezeigt, wie viel Unterstützung das Projekt schon jetzt bekommt.

Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema.

Im rbb finden Sie in der Sendung Kulturtermin 'Religion und Gesellschaft' einen Beitrag zu dem Thema mit dem Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm und dem Landesbischof Markus Dröge.